Schonzeiten und Mindestmaße in Hamburg 2026
Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster für 11 Arten in Hamburg – Fische, Krebse, Muscheln und Neunaugen – übertragen aus Verordnung zur Durchführung des Hamburgischen Fischerei- und Angelgesetzes und am 30.10.2026 von Hand gegen den Verordnungstext geprüft. Jede Zeile nennt die Fundstelle.
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Schonzeiten-Tabelle Hamburg
| Art | Schonzeit | Maß | Gilt für | Fundstelle |
|---|---|---|---|---|
| Aal Anguilla anguilla | Keine Schonzeit in der Verordnung angegeben | Entnahmefenster 45–75 cm | überall | Anlage 1 (zu § 7 Abs. 1) |
| Äsche Thymallus thymallus | 01.01.–15.05. | – | überall | Anlage 2 (zu § 8 Abs. 1) |
| Bachforelle Salmo trutta forma fario | 15.10.–15.02. | Entnahmefenster 20–40 cm | überall | Anlage 1 (zu § 7 Abs. 1), Anlage 2 (zu § 8 Abs. 1) |
| Flussbarsch Perca fluviatilis | Keine Schonzeit in der Verordnung angegeben | Entnahmefenster 10–35 cm | überall | Anlage 1 (zu § 7 Abs. 1) |
| Hecht Esox lucius | 01.02.–31.05. | Entnahmefenster 45–75 cm | überall | Anlage 1 (zu § 7 Abs. 1), Anlage 2 (zu § 8 Abs. 1) |
| Karpfen Cyprinus carpio | Keine Schonzeit in der Verordnung angegeben | Mindestmaß 35 cm | überall | Anlage 1 (zu § 7 Abs. 1) |
| Meerforelle Salmo trutta forma trutta | 15.10.–15.02. | Entnahmefenster 40–65 cm | überall | Anlage 1 (zu § 7 Abs. 1), Anlage 2 (zu § 8 Abs. 1) |
| Rutte Lota lota | Keine Schonzeit in der Verordnung angegeben | Entnahmefenster 30–50 cm | überall | Anlage 1 (zu § 7 Abs. 1) |
| Schied Leuciscus aspius | Keine Schonzeit in der Verordnung angegeben | Entnahmefenster 50–70 cm | überall | Anlage 1 (zu § 7 Abs. 1) |
| Schleie Tinca tinca | Keine Schonzeit in der Verordnung angegeben | Entnahmefenster 25–45 cm | überall | Anlage 1 (zu § 7 Abs. 1) |
| Zander Sander lucioperca | 01.02.–31.05. | Entnahmefenster 45–75 cm | überall | Anlage 1 (zu § 7 Abs. 1), Anlage 2 (zu § 8 Abs. 1) |
Hinweise und Gewässerschonzeiten
- Folgende Arten dürfen nicht gezielt befischt und getötet werden: Bachneunauge (Lampetra planeri), Bitterling (Rhodeus amarus), Elritze (Phoxinus phoxinus), Finte (Alosa fallax), Flussneunauge (Lampetra fluviatilis), Groppe (Cottus gobio), Hasel (Leuciscus leuciscus), Lachs (Salmo salar), Maifisch (Alosa alosa), Meerneunauge (Petromyzon marinus), Moderlieschen (Leucaspius delineatus), Neunstachliger Stichling (Pungitius pungitius), Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis), Schmerle (Noemacheilus barbatulus), Nordseeschnäpel (Coregonus oxyrhynchus), Ostseeschnäpel (Coregonus maraena), Steinbeißer (Cobitis taenia), Stromgründling (Romanogobio belingi), Stör (Acipenser sturio), Zährte (Vimba vimba). Gefangene Tiere sind unverzüglich mit der gebotenen Sorgfalt wieder in das Fanggewässer einzusetzen, sofern sie nicht so verletzt oder beeinträchtigt sind, dass ein Weiterleben voraussichtlich nur mit erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden möglich ist. (§ 6 Abs. 1 und 2)
- Die Schonzeit für Forellen gilt nicht in gewerblichen Fischzuchtbetrieben. (§ 8 Abs. 1 Satz 2)
- In folgenden Gewässern ist der Fischfang ganzjährig verboten: Kleine Alster; Binnenalster vom Alsterpavillon über den Anleger Jungfernstieg, die Reesendammbrücke bis zum nördlichen Ende der Ballindammpromenade; Eppendorfer Mühlenteich mit Unterlauf der Tarpenbek bis einschließlich Rosenbrookbrücke; Stadtparksee mit Zulauf vom Goldbekkanal; Dove-Elbe oberhalb Neuengammer Stichkanal einschließlich Schlenze; Gose-Elbe oberhalb der Brücke Alte Twiete einschließlich Gose-Elbe-Graben; Südlicher Kirchwerder Sammelgraben vom Sandbrack bis zur Brücke Kirchenheerweg; Seevekanal von Kanzlershof bis Karnappwehr; Moorwettern von der Landesgrenze bis zum Schöpfwerk Hohenwisch einschließlich der Nebengewässer bis zur Bahnlinie Harburg - Neugraben sowie Moorburger Landscheide bis zum Bahndamm; Mühlenberger Loch, innerhalb der in der Naturschutzkarte der Verordnung über das Naturschutzgebiet Mühlenberger Loch/Neßsand vom 18. Oktober 2005 schraffiert dargestellten Teilfläche des Europäischen Vogelschutzgebietes „Mühlenberger Loch“; gemäß § 3 Absätze 1 und 2 des Gesetzes über den Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer vom 9. April 1990 geschützte Bereiche. (§ 9 Abs. 1)
- In folgenden Gewässern ist der Fischfang zum Schutz von Laich- und Aufwuchsgebieten ganzjährig verboten: Kampbille zwischen Bille und Schleusengraben; Bille zwischen Sander Damm und Rückhaltebecken an der Stadtteilschule; Bornmühlenbach; Schleemer Bach einschließlich seiner Zuflüsse; Wandse oberhalb der Stein-Hardenberg-Straße einschließlich ihrer Zuflüsse; Rahlau einschließlich ihrer Zuflüsse; Berner Au einschließlich ihrer Zuflüsse; Osterbek oberhalb Osterbekkanal einschließlich ihrer Zuflüsse; sämtliche Alsterzuflüsse oberhalb der Winterhuder Brücke; Luruper Moorgraben einschließlich seiner Zuflüsse; Düpenau bis zur Mündung in den Helmuth-Schack-See; Wedeler Au einschließlich ihrer Zuflüsse; Flottbek; Kleine Flottbek; Engelbek. (§ 9 Abs. 2)
- Während der Zanderschonzeit ist die Fischerei mit toten Köderfischen, Fischfetzen und Kunstködern untersagt (Ausnahmen: Bille oberhalb des Bergedorfer Hallenbades, Alster oberhalb der Ohlsdorfer Schleuse, unmittelbarer Strömungsbereich des Elbe-Hauptstroms; Kunstköder nur in strömenden Bereichen der Elbe; nicht für das Fliegenfischen). (§ 8 Abs. 2)
Quellen
- Verordnung zur Durchführung des Hamburgischen Fischerei- und Angelgesetzes (HmbFAnGDVO) vom 4. Juni 2019, §§ 6-9, Anlagen 1 und 2 gültig ab 08.06.2019 (Gesamtausgabe, zum 29.10.2026 aktuellste Fassung; letzte berücksichtigte Änderung VO vom 1. Februar 2022, HmbGVBl. S. 88)
Stand: 30.10.2026
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